Dienstag, 11. Dezember 2007

Neue Synagoge Pforzheim

Heute war ich - zusammen mit meiner kompetenten und liebenswerten Assistentin Kristin - zu Gast bei einem Chanukka-Gottesdienst in der Neuen Synagoge Pforzheim. Der Rabbi der Gemeinde, Michael Bar-Lev, hatte mich aufgrund einer Anfrage eingeladen. Der Gottesdienst dauerte etwa eine Stunde und das Material ist meiner Einschätzung nach absolut toll geworden! Kristin und ich haben mit zwei Kameras parallel gefilmt, eine Stativ- und eine Handkamera, beides natürlich Heinz'.





Ich bin ziemlich begeistert, weil ich jetzt einige sehr schöne und besondere Aufnahmen in sehr guter Qualität im Kasten habe und noch dazu eine fantastische Tonspur! Es hat sich echt gelohnt. Nicht nur des Materials, sondern auch der Erfahrung wegen. Ich war zwar schon in Synagogen, einem Gottesdienst hatte ich bisher aber noch nicht beigewohnt. Wir waren zwar nicht direkt in der Synagoge, hatten aber einen fantastischen und allumfassenden Blick von einer Galerie aus. Der Rabbi erzählte uns hinterher, er habe extra für uns die Torarolle hervor geholt, obwohl weniger als zehn Mann (Minjan) am Gottesdienst teilgenommen haben. Es ist toll, wie viele Menschen mir im Laufe meiner praktischen Arbeit an diesem Projekt so hilfsbereit begegnet sind...



An der Klagemauer

Es ist jetzt etwas über einen Monat her, dass wir aus Israel zurückgekehrt sind, daher wird es, denke ich, Zeit, den Reisebericht endlich abzuschließen, um sich fortan wieder aktuelleren Themen zuwenden zu können. Bisher habe ich einen der wichtigsten Punkte in meinem Bericht ausgelassen, nämlich das eigentliche Thema meines Films: jüdisches Leben. Dem kann man sich in Jerusalem natürlich nicht entziehen, das ist klar. Ein Besuch im jüdischen Viertel der Altstadt sowie an der Klagemauer war neben einigen weiteren Stationen natürlich absolutes
Pflichtprogramm.





Unser erster Besuch der "Western Wall" fand an Shabbat statt, an dem es aufgrund abwesender Touristenmassen verhältnismäßig ruhig und entspannt zuging. Einen Tag später war allerdings etwas mehr los. Nicht nur direkt vor der Mauer, sondern auch im ganzen Bereich rund um sie. Einer der vielen anwesenden Jungen feierte wohl gerade seine Bar Mitzwa, jedenfalls fand eine große Feier mit bunten Bonbons und rituellem und hysterisch-fröhlichem Geschrei statt.





Auf dem Rückweg von einer abendlichen Tour mit Daniel und seinem Vater durch bisher unbekannte Gebiete in Jerusalem sowie auf den Ölberg kamen wir erneut an der Klagemauer vorbei. Diesmal war es schon dunkel, die Mauer hell erleuchtet. Das Ambiente war toll. Und Daniel ist mal schnell verschwunden, um zu beten...





Apropos Ölberg: Zu verachten ist die Aussicht von da oben auch nicht. Wir haben es geschafft, den Weg zur "Spitze" so zu timen, das bei Ankunft auf dem Berg mit wunderschönem nächtlichem Ausblick auf die Stadt und den Felsendom gerade der Gesang des Muezzin erklang und hinterher passend die Glocken einer Kirche läuteten.