Freitag, 23. November 2007

Auf Massada und im Toten Meer

Nachdem wir bereits "so gut wie alles" von Jerusalem gesehen hatten und von unseren schwedischen und kanadischen Nachbarn von interessanten Tagesausflügen nach Jericho, Massada und En Gedi erfahren hatten, dachten wir uns, die Gegend außerhalb der Stadt für einen Tag zu erkunden, sei nicht nur interessant, sondern auch ein Muss. Unser Ziel: Massada und hinterher Schwimmen im Toten Meer. Von Jerusalem aus fährt man etwa eine Stunde mit dem Bus durch die Wüste bis Massada.





Wem Letzteres nichts sagt: Massada ist eine mitten in der Wüste, auf einem Berg gelegene Festung, erbaut von König Herodes. Bekannt wurde sie nicht nur durch ihre spezielle Lage und ihre angebliche "Uneinnehmbarkeit", sondern vor allem durch den Märtyrertod von zirka 1000 jüdischen Aufständlern gegen das römische Heer. Für die Israelis ist die Geschichte dieser Gruppe von Menschen, die lieber starben als sich dem römischen Reich in Gefangenschaft und Sklaverei zu ergeben, natürlich eine ganz patriotische Angelegenheit, deshalb wird man auf den Besuch auch durch einen Historienfilm à la Hollywood vorbereitet, der vor Pathos nur so trieft.







Wie bereits erwähnt befindet sich die Festung mitten in der Wüste und noch dazu auf einem Plateau, so dass einem während der Besichtigung bei über 40 Grad Celsius der Kopf weg brennt, wenn man keinen Hut trägt oder sich von einem Schattenplätzchen zum nächsten hangelt. Kalle und mir waren die im "Massada-Shop" angebotenen Hüte und Kappen zu teuer, deshalb wählten wir die Schattenspring-Methode, um dem Sonnenstich zu entgehen. Das ist uns auch geglückt. Von der Festung ist natürlich nicht mehr viel übrig, aber genug, um sich ein Bild machen zu können, wie es wohl mal ausgesehen haben könnte - den tollen Ausblick kann man noch dazu genießen, der ist atemberaubend.



Irgendwann hatten wir dann aber genug vom Ausblick und keine Lust mehr auf Sonne, Hitze und schweißtreibende Klettereien, so dass wir die Weiterreise ans Tote Meer antraten. Der Busfahrer setzte uns in En Gedi ab, das sich direkt am Meer befindet. Es war zwar schon spät (eine Stunde vor Sonnenuntergang), aber wir kamen trotzdem noch auf das "Beach"-Gelände, fanden ein Plätzchen zum Baden, stürzten uns in die Wassermassen - und schwappten sofort wieder nach oben! Wir hatten ja bereits schon Fotos und Videoaufnahmen von "Schwimmenden" im Toten Meer gesehen, aber das mal selbst zu erleben, war schon ziemlich lustig.





Man kann einfach nicht untergehen. Sich selbst zu ertränken ist allerdings kinderleicht, dafür reicht es aus, auf dem Bauch schwimmen zu wollen - das treibt die Füße nach oben und den Kopf nach unten, ganz im "Alle meine Entchen"-Stil. Ansonsten kann man alles machen, ohne zu sinken (und ohne die Arme zu bemühen): Sitzen, stehen, hocken, auf dem Rücken liegen und dabei ziemlich witzig aussehen. Nach dem Badespaß fühlt man sich zwar wie ein Brocken Salz, aber das macht ja nichts.

video

7 Kommentare:

Gledwood hat gesagt…

Was fuer unterhaltungsame Bilder!

ich werde ihr Blog auf meinem heute Nacht ershchrien!

(http://gledwood2.blogspot.com)

Klicken Sie auf dem Deutschen symbol unter dem "Babelfish" Sache um zu untersetzen...

Anna hat gesagt…

Wenn ich einen Blog hätte, würde ich Deinen auch auf meinem ershchrien.
Naja, aber da ich ja keinen habe....
Hihi, witzig, der Kalle beim Kunststücke machen.

daniel hat gesagt…

wow, herr borowski hat seinen eigenen blog und nennt sich jetzt gledwood!!!

Nelli hat gesagt…

Ja, tatsächlich! - Komisch nur, dass er inkognito auftritt, wo wir ihn doch alle auf einen Blick erkennen können! (der Depp!)

A N N A P O P A N N A hat gesagt…

Roborowski-Hamster sind nicht nur extrem menschenscheu, blind und panisch, sondern auch ziemlich dumm.

daniel hat gesagt…

trotz allem hat herr borowski es tatsächlich geschafft nachts aus seinem käfig zu schleichen, nellis rechner anzuwerfen und seinen blog anzulegen.
nelli, hast du echt gaaaanix gemerkt!?

Nelli hat gesagt…

Nee...