Mittwoch, 3. Oktober 2007

Oktober, der Interviewmonat

Die anfängliche Sorge, mein Diplom könnte sich zu einem Debakel entwickeln, weil sich nicht rechtzeitig genug Gesprächspartner auftun würden, hat sich glücklicherweise in Wohlgefallen aufgelöst. Die Resonanz in diversen Internetforen war zwar bescheiden, aber durch gute Kontakte und gezielte Recherche haben sich mehr als genug Leute gefunden, die Interesse an einer Mitwirkung haben. Neben Herrn Lenarz, einem sehr netten und kompetenten "Experten" für jüdische Geschichte des Frankfurter Jüdischen Museums (so wird er zwar nur ungern bezeichnet, seine Kollegen haben ihn aber trotzdem dazu ernannt!) und Adrian (s.u.), stehen noch sieben weitere interessante Persönlichkeiten in den Startlöchern, um vor meiner Kamera über Heimat und Judentum in Deutschland Auskunft zu geben. Allesamt jüdische Personen unterschiedlicher Herkunft, Alter und Ansichten.



Ich bin schon mehr als gespannt! Vor allem auf die Gespräche mit zwei Zeitzeuginnen der Geschehnisse während des Nationalsozialismus. Die eine wanderte 1935 von Deutschland in die Schweiz aus und lebt bis heute in Bern. Die andere, Tochter einer christlichen Mutter und eines jüdischen Vaters, wurde kurz vor Ende des Krieges aus Frankfurt deportiert, überlebte durch die Befreiung der Alliierten das KZ und lebt heute in Langen. Ich bin sehr froh darüber, dass sich beide dafür entschieden haben, an meinem Projekt teilzunehmen.

1 Kommentare:

Christin hat gesagt…

noch eine leserin, tadaa!

na, das klingt doch gut und zuversichtlich. wunderbar! :) ich bin auch schon gespannt!
wieso steht da eigentlich oktober bis februar? du hast noch nicht angemeldet, oder?